Direktläufigkeit von Mars in Zwillinge ab 12.01.2023: „Die Gunst der Stunde“

Mars, welcher sich seit dem 20.08.2022 im Zeichen Zwillinge aufhält und sich seit 30.11.2022 in der Phase der Rückläufigkeit befindet, begibt sich ab 12.01.2023 wieder in die Direktläufigkeit. Damit kommen die Dinge nun im Außen in Bewegung, welche in den vergangenen Wochen und Monaten einem tiefgründigen Gärprozess unterworfen waren. 

Mit dem Zeichen Zwillinge sind es unsere Glaubenssätze, welche überprüft wurden, die Art und Weise, wie wir denken und wie wir das, was wir beobachten, verwerten. Nun sollte sich der eine oder andere gordische Knoten in uns gelöst haben und damit eine freie Sicht auf das Potenzial unserer Möglichkeiten gewährt sein. Damit ist gemeint, dass es einen Ansatz in jedem von uns geben sollte, wie wir künftig mit Herausforderungen umgehen wollen. Es sollten nicht länger die alten Normen sein, nach denen wir uns ausrichten, und wir sollten uns nicht länger von Oberflächlichkeiten täuschen lassen. Das Alte zeichnet sich dadurch aus, dass wir uns selbst mit einem gesellschaftlichen Wertesystem unter Druck gesetzt haben, in welchem Leistung und Anpassung die Formel zum Erfolg war. So war der eigene Platz in der Familie und in der Gesellschaft eher darüber definiert, dass wir funktionieren. Das Neue hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass wir mit unserer ganz eigenen Mischung aus Fähigkeiten und Talenten auf natürliche Weise unseren Platz in der Familie und in der Gesellschaft einnehmen und allein dadurch wirken. 

Die vergangene Zeit konnten wir dazu nutzen, uns der eigenen Prägungen im Alten bewusst zu werden. Hierbei konnten wir auch der eigenen Ungeduld begegnen, dem Verunsichertsein und den auftauchenden Panikgefühlen, wenn es darum geht, Hürden anzunehmen und Neues zu wagen. In all den Krisen der vergangenen Monate und Jahre konnten wir hautnah erfahren, dass es immer wieder anstrengend ist und eine große Willenskraft erfordert, darin eine Chance zu sehen und sich nicht von der eigenen Angst einschüchtern zu lassen. Damit meine ich nicht, dass die Krisen Schicksal wären, oder eine Art der Bestrafung durch das Leben darstellen, damit wir zur Vernunft kommen. Vielmehr meine ich damit, dass das Leben ist, wie es ist. Es hat Höhen und Tiefen, Schatten und Licht. Wir können die Krisen dazu missbrauchen, um uns um uns selbst und unsere Dramen zu drehen, oder wir nutzen die Krisen, um neue Möglichkeiten zu entwickeln. Das alte Modell könnte also sein, dass wir problemorientiert denken. Das neue Modell könnte sein, dass wir potenzialorientiert denken. 

Wie gehst du mit Herausforderungen und Krisen um? Fühlst du dich als Opfer oder schlecht, weil du denkst, du hättest etwas falsch gemacht? Oder bist du an dem Punkt, vom dem aus du diesen Moment als Möglichkeit erkennst, dich auszuprobieren und deine Fähigkeiten kennenzulernen?  

In den Coachings der vergangenen Tage tauchten immer wieder die Fragen auf: Was ist das Neue? Was muss ich tun, damit das Neue endlich in mein Leben kommen kann? Wie kann ich das Neue in mir fühlen und sehen? Warum habe ich keinen Impuls in mir, was das Neue sein könnte? 

Zugleich schwingt in dieser Sehnsucht nach dem Neuen der Schmerz über das Alte mit. Und damit einhergehend die Fragen: Wann ist es endlich vorbei mit dem Alten? Warum muss ich immer wieder das Gleiche durchfühlen? Was habe ich falsch gemacht, dass ich immer noch nicht weiter bin? Wieso bin ich immer wieder am Zweifeln und verunsichert in meinem Tun, obwohl ich doch zugleich ganz klar in mir bin? 

Müssen wir wirklich wissen, was das Neue ist, um uns auf die ersten Schritte einzulassen? Müssen wir wirklich erst aufhören, das Alte zu fühlen, bevor wir das Neue sehen und zulassen können?  

Meine persönliche Erfahrung ist die, dass es keine klare Schnittstelle gibt. Das Loslassen und die Erneuerung geschehen, wie alles im Leben, in einem Prozess. Der Übergang verläuft immer changierend. Das Alte und das Neue durchlaufen eine Vermischung. In diesem Abschnitt kannst du das Eine nicht vom Anderen unterscheiden. Es ist der Moment, in dem dir die Kontrolle entgleitet. Wie zwei unterschiedliche Farben, die sich vermischen, und du nur das Geschehen zulassen kannst bis die neue Farbe sich herauskristallisiert hat. 

Was wäre, wenn du einfach aufhören könntest, dir Gedanken darüber zu machen, was es bedeutet, was sich gerade in dir bewegt?

Was wäre, wenn du ab sofort radikal beginnst, alles was in dir an Gefühlen, Gedanken und körperlichen Empfindungen da ist, einfach zu akzeptieren und dich liebevoll dem zuzuwenden, was es gerade zu tun gibt?

Was wäre, wenn du dich selbst und deine Befindlichkeit nicht mehr so wichtig nimmst, ohne deine Stimmung zu leugnen oder abzuwerten? 

Vielleicht kennst du dieses schöne flaue und kribbelige Gefühl in deinem Bauch, wenn du fliegst. Es kann der Moment im Karussell sein, auf der Rutsche, wenn du loslässt, oder der Moment, wenn du im Flugzeug sitzt und dieses startet und abhebt. Das ist das Gefühl von Loslassen! Genau so kann es sich anfühlen, wenn du dich dazu entscheidest, deine inneren Bewegungen nicht sofort einordnen und damit kontrollieren zu wollen. 

Wenn du willst, dass sich etwas verändert, dann musst du dem Universum dein Go geben. Du musst dich dazu entscheiden, Ja zu sagen, ohne wissen zu wollen, wie sich dein Wunsch nach Veränderung erfüllen wird. In jedem Fall wird die Veränderung sofort in Gang kommen. Die Kunst besteht darin, dass du dich führen lässt und du aufhörst, analysieren und bewerten zu wollen, ob das nun die Veränderung, das Neue ist oder eben noch nicht. 

Nutze den Moment des Übergangs und entscheide dich jetzt für deine Möglichkeiten! 

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