Jahresausblick 2024 – Pure Lebenskraft

2024 ist ein Jahr, in dem wir uns dem persönlichen und kollektiven tiefgreifenden Wandlungsprozess stellen müssen – so wie bereits in den Jahren zuvor. Das Jahr 2024 ist astrologisch ein Sonnenjahr. 2023 war astrologisch ein Marsjahr. Sowohl die Sonne als der Mars stehen in unserem Erleben für Vitalität und pure Lebenskraft. Je nachdem ob wir uns unsere Kraft und Dominanz bewusst sind oder nicht, erleben wir diese Kräfte zerstörend oder lebendig. So sind wir auch dieses Jahr dazu aufgefordert uns mit den eigenen Tatmustern und dem was uns im persönlichen Erleben antreibt auseinanderzusetzen. Die größte Hürde hierbei ist, dass wir uns damit dem eigenen Menschsein zuwenden müssen, um die Kehrtwende zu nehmen. Wir bekommen die Chance, ehrlich mit uns selbst zu werden und uns die wirkliche Motivation hinter unserem Tun einzugestehen. Damit meine ich, dass wir uns nicht länger selbst belügen oder hinter Geschichten verstecken, wenn es darum geht, dass wir sichtbar werden damit, was wir wollen oder nicht wollen.

Die pure Überlebenskraft, welche Mars symbolisiert, ist meist ein Tabu. Allerdings  brauchst du sie immer, wenn du tätig und damit auch zum Täter / zur Täterin wirst.

Für mich bedeutet das, dass immer, wenn ich mich dazu entschließe, mich selbst zu behaupten, selbstbestimmt eine Entscheidung zu treffen, oder eigeninitiativ zu sein, ich hierbei zugleich damit konfrontiert bin, mein Umfeld vielleicht zu enttäuschen, oder gar mit meinem Handeln zu verletzen.

Wenn du deine Tatkraft unterdrückst, oder dein Wollen eine Zensur im Außen erfährt, führt dies zu Wut und Aggression. Du bist dann immer mehr im Abwehr- und im Verteidigungsmodus. Untergründig übernimmt dein Unmut das Ruder und du fühlst dich immer öfter den Umständen ausgeliefert oder hast das Gefühl, mit dir keinen Platz in der Welt zu haben.

Umso mehr bist du dieses Jahr darin gefordert, dein Leben in die Hand zu nehmen und deines Glückes Schmied zu werden und dich somit nicht länger als Opfer oder Spielball der Umstände zu sehen. Werde tätig und stehe für dich und das, was du willst, ein! Sieh nicht tatenlos zu, sondern entscheide dich dazu, mit deinem Willen sichtbar zu werden.

Fragen, die dich auf die Spur bringen können:

Wie bringe ich meinen Willen zum Ausdruck?

Was ist meine Stärke?

Wie schütze ich mich und ziehe gesunde Grenzen?

Was sind meine Tabus, wenn ich etwas will oder begehre?

Welche Erfahrungen habe ich in meiner Kindheit mit meinem Willen und meinem Wollen gemacht?

Welche Glaubenssätze sind in mir mit Konflikt und Auseinandersetzungen verbunden?

Was machen diese Fragen mit dir? Nimmst du wahr, wie vielleicht postwendend deine Kontrollmechanismen in dir anspringen? Was dich zugleich zu den folgenden Fragen führt: Was oder wen kontrolliere ich? Was fürchte ich zu verlieren? Welche Konsequenzen fürchte ich? Was möchte ich gerne unter der Decke halten?

Wenn du dem Pfad deiner Antworten folgst, kommst du zu deinem Überlebensmuster und du kannst dir die Frage beantworten, ob du dein Leben wirklich lebst oder vielmehr im Teufelskreis des Überlebens gefangen bist. Also, fühlst du dich frei in deinem Wollen und den damit verbundenen Bewegungen in deinem Alltag? Oder fühlst du dich auf der Flucht und bist ständig auf der Hut vor möglichen Bedrohungen und Einschränkungen?

Brauchst du Grenzen und Regeln im Außen, um dich orientieren zu können?

Bist du bereit, dir selbst Grenzen zu setzen und den Regeln deiner inneren Ordnung zu dienen? Also, bist du bereit, immer wieder neu dein Gewissen zu befragen und dich somit selbst zu überprüfen?

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Frust, welcher damit oftmals einhergeht, kann mürbe machen. Ich nenne es, weichgekocht zu werden. Diesem fortwährend notwendigen Prozess solltest du nicht aus dem Weg gehen. Damit meine ich die Tatsache, dass es darum geht, deinem Eigenwillen ins Auge zu sehen und für diesen verantwortlich zu werden. Damit löst du dich von möglichen Feindbildern im Außen und wendest dich dem „Feind“ in dir selbst zu.

Fragen, die dir hierbei behilflich sein können:

Was macht mich wütend und lässt mich ohne Macht fühlen?

Was lehne ich ab und weckt meinen Widerstand?

Von wem oder was fühle ich mich fremdbestimmt?

Wo muss ich grundlegende Dinge in der Tiefe lösen, damit meine Tatkraft einen guten Platz in mir bekommt?

Die Frage sollte nicht sein: Wann ist dieser Prozess der ständigen Auseinandersetzung und Selbstreflexion zu Ende? Sondern: Wie kannst du dem einen guten Platz in deinem Alltag geben? Die aktuellen Herausforderungen und die damit einhergehenden Veränderungen sind nicht temporär, sie sind keine vorübergehende Phase, sondern die Vorboten dessen, was immer mehr Raum im Alltag einfordern wird. In die Zukunft hinein wirst du immer mehr darin gefordert sein, dich unvorhersehbaren Veränderungen zu öffnen. Hierzu braucht es eine stabile Basis in dir, aus welcher du immer wieder neu eine klare Haltung einnehmen kannst.

Meine Erfahrung ist die, dass es mein stetiges Trainieren braucht, damit ich die feinen Regungen meines Wollens in mir wahrnehme. Ebenso braucht es meine gut trainierte Bereitschaft, dass ich meiner Wut und meinem Groll mitfühlend begegne. Diese intensiven Gefühlsregungen muss ich in mir halten können, damit ich überhaupt wahrnehmen kann, was es wirklich zu tun gibt und wo die Spreu sich vom Weizen trennt. Denn erst dann zeigt sich, was angepackt und was verworfen werden sollte.

Sei mutig und pack das heiße Eisen deines Willens an! Wage es, dir selbst in deinem Menschsein zu begegnen und entdecke dabei vielleicht, wie großartig und schön deine pure Lebenskraft sein kann, wenn du sie nicht länger in Ketten legst.

Wenn du dich intensiver mit deiner puren Lebenskraft beschäftigen möchtest, bist du herzlich eingeladen zum Online Workshop „Nimm das Tier an die Hand“ am 13.01.2024.

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