Saturn im Zeichen Fische: „Einfach Sein“

Am 07.03.2023 um 14:35 (Hamburg) findet der Eintritt Saturns in das Zeichen Fische statt. 

Wer sich tiefer mit den Hintergründen dieser aktuellen Planetenbewegung auseinandersetzen möchte, kann hierzu meinen Blogbeitrag zur Jupiter/Neptun Konjunktion im Zeichen Fische im April letzten Jahres lesen. Hier habe ich darüber berichtet, dass die Besonderheit dieser Konstellation darin liegt, dass sich unsere Gabe zu sehen stärker entfaltet und wir somit immer mehr hinter die Schleier von Illusion und Täuschungen blicken können. 

Im Zeichen Fische geht es um den Abschluss eines bisherigen Zyklus und darum, dass wir zulassen, dass sich erst einmal alles auflöst, bevor im Zeichen Widder ein neuer Zyklus startet. Dies hebt hervor, wie prägnant gerade unsere individuellen Prozesse von Auflösung und Loslassen sind. Alles, was uns bisher daran hindert, sichtbar zu werden, kann in dieser Zeit transformiert werden. Damit meine ich nicht, dass es unabdingbar ist, dass wir uns der Auflösung im Zeichen Fische überlassen, damit ein neuer Impuls im Zeichen Widder entstehen kann. Sondern, dass sie uns hilft, wenn wir wirklich Neues erschaffen und die kommende Qualität der Möglichkeiten, welche mit Pluto im Zeichen Wassermann einhergeht, nutzen möchten. Dann nämlich führt an diesem intensiven Transformationsprozess kein Weg vorbei. Ansonsten gehst du zwar neue Schritte, hast jedoch das Alte mit im Gepäck. Dein Rucksack ist damit unnötig schwer und vor allem hindert er dich daran, an manch kniffeliger Wegstrecke aus einer Leichtigkeit heraus die Chancen zu erkennen und zu nehmen, die sich dir bieten. Also, du kannst damit nicht leichtfüßig und frei sein, wenn es darauf ankommt. 

Mit Saturn, welcher nun in das Zeichen Fische wechselt, sind wir darin aufgefordert zuzulassen, dass sich der Boden, auf dem wir glauben fest zu stehen, auflöst. Es sind die Dinge die im Nichtsichtbaren liegen, welche untergründig wirken und unser Fundament einer radikalen Inventur unterziehen. Wir alle reagieren die meiste Zeit aus unseren Vorstellungen und alten Glaubenssätzen heraus. Das ist ganz normal. Das Besondere der aktuellen Zeit ist, dass wir, wenn wir bewusst an dieser Stelle innehalten, die Tür in uns nehmen können, welche uns zu unserem inneren Spiegelbild führt. Wir erkennen somit die Verzerrung unserer Wahrnehmung sowohl im Außen, als auch in uns selbst. Wir erkennen, wo wir uns bisher haben täuschen lassen und selbst getäuscht haben. Wir erkennen, wo wir bisher in der Illusion gefangen sind und was es braucht, damit wir gesunde Grenzen setzen können. Wir lassen uns nicht länger von der eigenen Sucht nach Ablenkung an der Nase herum führen. Wir willigen ein, dass die Umsetzung unserer Träume den Anfang im Nichtsichtbaren und im Einfach-Sein hat. 

Diesen Prozess können wir als verschlingend, irritierend, hilflos und verzweifelnd erleben oder wir können es als eine Zeit der tiefen Verbundenheit und getragen in unserem Urvertrauen erleben. Beides liegt eng beieinander und wird in den kommenden zwei Jahren immer wieder ein Auf und Ab in unserer Gefühlswelt hervorrufen. Also in einem Moment zutiefst beglückt und im anderen Moment am Boden zerstört. 

Einmal hast du das Gefühl, dass du jetzt sehen kannst, wo es lang geht, nur um im anderen Moment im Nebel zu stehen. 

Wenn ich meinen Teilnehmer*innen in meinen Workshops davon erzähle, dass dieser Prozess der Auflösung und des Nichtwissens nicht besser werden wird, sondern in die Zukunft hinein unsere Basis sein kann, auf welcher wir unseren Weg gehen, dann führt dies bei vielen zu einer tiefen Verzweiflung und Ohnmacht. Dieses Gefühl, dem Kreislauf des Stirb und Werde nicht zu entkommen. So, als ob alle Bemühungen Oberwasser durch Erkenntnis und spirituelle Arbeit zu gewinnen, einfach keinen Wert mehr besäßen. 

Es fällt vielen von uns schwer, sich damit zu arrangieren, dass es nicht darum geht, dass wir irgendwo ankommen, sondern nur darum, wie wir die Kräfte und die Möglichkeiten nutzen, welche uns im Hier und Heute begegnen. Alles unterliegt immer mehr einer hohen Geschwindigkeit und somit auch einer hohen Frequenz von Manifestation. Wenn wir also einen Gedanken haben, dann wird dieser sofort Form annehmen und sichtbar werden. Zugleich können wir postwendend eine neue Entscheidung treffen und einen neuen Gedanken fassen, welcher ebenfalls sofort sichtbar wird und in eine neue Richtung führen kann. Das einzige, was dich in diesem rasanten Fluss nicht untergehen lässt, ist deine Konzentration auf deine innere Mitte. 

Die Aufmerksamkeit auf deinen Körper ist in den kommenden Monaten dein Kapital und dein innerer Kompass. Deine Empfindungen teilen dir eins zu eins mit, was gerade wirkt und mit welchen Energien du gerade in Kontakt bist. Die Herausforderung ist, dass du nicht vorschnell analysierst und dich somit in deinem inneren Zauberwald verirrst. Vielmehr ist gefordert, dass du deine innere Stabilität in all diesen Eindrücken trainierst. Es geht darum, dass du deinen Konzentrationsmuskel aufbaust. Das passiert im Stillen, im Atmen, im Einfach-Sein und Beobachten was auftaucht, ohne dass es in all dem etwas zu tun gibt. 

Sobald du dir bewusst machen kannst, dass alles, was du siehst, letztlich nur eine Realität deiner Vorstellungen ist, und alles, was du nicht sehen kannst, nur noch nicht in deiner Vorstellung besteht, dann hast du verstanden, wozu die aktuelle Zeitqualität dich einladen möchte. Zu nicht weniger, als dass du beginnst, deine bisherigen Grenzen nicht länger als das Ende deiner Wirksamkeit zu sehen. Und dich nicht länger von scheinbaren Grenzen einschüchtern und zurückwerfen zu lassen. 

Du kannst deine Grenzen ins Unendliche erweitern, wenn du dich dem Fluss anvertrauen kannst, welcher dich darin fordert, einfach zu sein. Im Sein liegt alles, was du brauchst, und alles, was es braucht, um über dich selbst hinauszuwachsen. Die wichtigste Arbeit hierbei ist, die Dinge in dir zu beobachten, damit in Berührung zu sein, ohne dich davon gefangen nehmen zu lassen oder deinen Täuschungen und Illusionen zu erliegen. 

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