Wähle den Schritt ins Ungewisse / Ausblick 2023

Astrologisch steht das kommende Jahr ganz unter dem Einfluss von Pluto, welcher am 23. März die ersten Schritte in das Zeichen Wassermann macht. Dieser Ersteintritt ist bedeutsam, da in diesem ersten Eindruck eines Zeichenwechsel die Essenz der damit einhergehenden Prozesse bereits angelegt ist. Das heißt, je aufmerksamer und bewusster wir diesen Schritt wahrnehmen, umso mehr können wir uns auf die kommenden Herausforderungen einstimmen. Wir haben sozusagen etwas in der Hand und sind nicht völlig unvorbereitet für die anstehenden Entwicklungen der nächsten 20 Jahre. So lange wird Pluto nämlich im Zeichen Wassermann verweilen. Zudem beinhaltet der Moment, in dem ein Langsamläufer wie Pluto ein neues Zeichen betritt, einen großen Energieschub. Diesen können wir  mitnehmen, wenn wir uns der aktuellen Bewegung bewusst öffnen. 

Mit Saturn, welcher am 11. März in das Zeichen Fische wechselt, sind wir in Mitgefühl und in Vergebung gefordert. Im Zusammenspiel mit Pluto können wir lernen, für unsere Tabus verantwortlich zu werden. Wir können uns dazu entscheiden, uns auch dem zu öffnen, welches wir lieber nicht sehen wollen. In uns selbst und in allen anderen. Wir können uns darin trainieren, Opfer bringen zu müssen, um so die Lebensumkehr zu vollziehen. Damit meine ich, dass wir bereit sein sollten zu erkennen, wo es die Notwendung braucht. Also, was kann jeder Einzelne oder jede Einzelne von uns tun, um die Not zu wenden? Dazu müssen wir jedoch erst einmal einwilligen in das, was uns in uns selbst begegnet, dann, wenn wir loslassen und uns selbst nicht so wichtig nehmen. Meist begegnen uns in solchen Momenten alte Verletzungen, alter Verrat und alte Enttäuschungen. Der Schmerz erscheint uns zu groß, als dass wir uns der Vergebung und dem Mitgefühl öffnen könnten.

Wenn ich von Opfer bringen spreche, dann meine ich damit: 

  • Lass deine Opferrolle los. 
  • Wende dich deinem armen Ich zu und erkenne das Drama darin.
  • Hör auf, dich im Selbstmitleid zu halten und beginne dich im Mitgefühl zu trainieren. 
  • Erkenne die Blase, an welcher du festhältst und entscheide dich für die Realität. 

Du kannst Vergebung nicht erzwingen, dies ist kein Akt, den du durch ein Ritual schnell hinter dich bringen kannst, um so endlich von vergangenen Leiden erlöst zu sein. Vergebung geschieht, wenn du dich dazu entscheidest dein Herz immer wieder neu zu öffnen und dich der Zeit hingeben kannst, die es braucht, damit dein Herz heilen kann. Genau an dieser Stelle begegnen uns die Themen, welche mit Pluto verknüpft sind: wir wollen alle die Veränderung und dass es endlich wieder gut wird. Nach wie vor würden wir gerne selbst bestimmen, wieviel und vor allem was wir loslassen wollen. Nach wie vor sind wir damit konfrontiert, dass wir eine Hiobsbotschaft nach der nächsten bekommen, in welchen wir uns in die Knie gezwungen fühlen. Nach wie vor sind wir darin gefordert, uns selbst und das individuelle Schicksal anzunehmen und uns der Erkenntnis zu beugen, dass wir uns in einem tiefgreifenden Wandel der Menschheitsgeschichte befinden. 

Das Licht am Horizont wird jedoch auch sichtbar. So, wie in meinem letzten Ausblick 2022 geschrieben, haben wir nun die Passhöhe erreicht. Wir sehen das Neue vor uns. Jeder von uns weiß für sich selbst, was das Neue sein kann.
Was bist du bereit dafür zu geben? Bist du bereit, radikal deine alten Glaubenssätze über Bord zu werfen? Bist du bereit, dich radikal in Vergebung zu üben? Bist du bereit, dich in radikaler Selbstliebe zu trainieren? 

Mehr als zu anderen Zeiten sind wir in diesem Jahr darin gefordert, den Blick nach vorne zu richten und uns konsequent in der Entscheidung zu halten, das Neue und damit verbunden, den Schritt ins Ungewisse, zu wählen. Damit ist gemeint, dass wir definitiv Schluss machen mit Jammern und mit all dem „Vielleicht“. Schluss mit Larifari! Jetzt ist die Zeit, dass wir unser Wissen darum, was richtig und gesund für uns ist, umsetzen. 

Jetzt gilt es, die Ernährung umzustellen, auf deinen Körper zu achten und dein tägliches Atemtraining zu beginnen.
Jetzt gilt es, den ersten Schritt auf einem neuen Weg zu wagen.
Jetzt gilt es, dass du dich dazu entscheidest, es lediglich noch-nicht-zu-wissen.
Jetzt gilt es, die Aufmerksamkeit und die Konzentration hochzuhalten.
Jetzt gilt es, dir selbst immer wieder furchtlos in dein Spiegelbild zu blicken und das Licht in dir zu entdecken. 

Das sind die wichtigen Elemente, damit das Neue Fuß fassen kann. Indem wir nicht länger um das „Wann“ und „Wie“ diskutieren, schaffen wir Platz in uns. Dieser Raum steht frei zur Verfügung und lädt neue Sichtweisen und neue Handlungsmöglichkeiten ein. Wir müssen also bereit sein, die Illusionen von „was-wäre-wenn“ und „was-hätte-sein-können“ loszulassen. Damit öffnen wir dem Wunder die Tür, wenn wir uns immer wieder dazu entscheiden, das zu nehmen, was jetzt da ist. Auch auf die Gefahr hin, dass wir vielleicht erst einmal das Hässliche erkennen und uns damit von manch vertrauter Sichtweise und lieb gewonnenen Verhaltensweisen trennen müssen. 

Ohne diesen Schritt geht gar nichts. Ohne diesen Schritt bleiben wir im Dunkeln und in der Verzweiflung gefangen. Ohne diesen Schritt bleiben wir die Sklaven unserer Angst und unserer eigenen Abhängigkeiten. Im Neuen geht es nicht mehr darum, wer die oder der Beste ist. Im Neuen geht es darum, wie wir uns gegenseitig darin unterstützen können, gemeinsam etwas zu erreichen. Wie schön wäre es, wenn wir nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander leben können; wenn die Schulmedizin und alternative Heilmethoden Hand in Hand arbeiten können; wenn der stetige Wechsel von bewusst und unbewusst als schöpferische Kreativität anerkannt wird; wenn wir gegenseitig in Respekt und Akzeptanz füreinander einstehen, unabhängig von Nation, Kultur oder Geschlecht, Erwachsener oder Kind,…

Manchmal glauben wir, es wird langweilig, wenn wir das Alte hinter uns lassen. Dann haben wir nichts mehr, woran wir uns festhalten können. Damit meine ich beliebte Ausflüchte, wie: 

  • Was bringt es, wenn ich nicht die Erste, der Erste sein kann? 
  • Warum soll ich mich bewegen, wenn ich doch nicht weiß, ob das zum Erfolg führt? 
  • Warum soll ich den ersten Schritt mache, obwohl ich immer den Kürzeren gezogen habe? 
  • Was bringt es mir mich selbst zu lieben, wenn ich immer wieder Ablehnung erfahre? 

Lasst uns das Neue wagen und das Risiko eingehen, dass es kein Zurück zum Alten gibt und die alten Ausreden keine Option sind. Lasst uns das Wagnis eingehen, uns von einer vielleicht völlig neuen Form der Lebendigkeit durchfluten zu lassen, wenn wir das scheinbare Sicherheitsnetz von vergangenen Verletzungen und Täuschungen endlich loslassen.

Ich wünsche euch allen ein gutes und gesundes neues Jahr 2023! 

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